Iris, der Engel des Regenbogens
Iris ist die Trösterin in der Not. Ihr Name bedeutet im Griechischem "Engel des Regenbogens". Sie spielt in einer meiner Geschichten "Der Regenbogen des Lichts" eine wichtige Rolle, nachzulesen in meinem neuen Buch "Traumpfade für Kinder & Erwachsene": Traumreisen mit Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung (erhältlich über Amazon)
Als Bonus möchte ich ein paar Beispiele aus dem Leben mit dir teilen:
Meine Mutter ist seit einem halben Jahr verwitwet. Ihr zweiter Mann ging ins Licht. Sie kommt mit der Situation, dem Alleinsein und allem Drum und Dran in ihrem neuen Alltag nicht zurecht und hadert mit allem und jedem. Sie wohnt weit weg und möchte auch nicht mehr umziehen. Dadurch ist sie viel allein, möchte sich auch nicht helfen oder trösten lassen, weder von mir noch von meiner Schwester oder anderen Personen. Da fiel mir Iris ein. Eines Tages schickte ich ihr Iris bereits am Morgen mit der Bitte, sich meiner Mutter anzunehmen und ihr Licht zu senden, sofern ihr Höheres Selbst es erlaubt. Am Nachmittag rief ich meine Mutter an und erkundigte mich nach ihrem werten Befinden. Und tatsächlich war es besser als sonst. Ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Kurze Zeit später fuhr ich für ein paar Tage zu Besuch zu meiner Mutter. Jetzt gab es ein anderes Problem. Unsere Katze Feline, bald 19 Jahre alt, hängt sehr an mir. Als ich vor einem halben Jahr für fünf Tage bei meiner Mutter war, stellte Feline das Fressen ein und jaulte Tag und Nacht wie ein Wolf. Zudem übergab sie sich häufig und war, als ich heimkehrte, vollkommen lethargisch. Mein Mann hatte gedacht, sie würde sterben. Kaum war ich zu Hause, fraß sie wieder und kuschelte mit mir. Alles war wieder gut.
Da ich nun erneut für fünf Tage fortfuhr, um meine Mutter zu besuchen, wollte ich vermeiden, dass sie wieder so leidet. Ich bat Iris um Unterstützung, auch wenn sie eigentlich für Menschen zuständig ist. Zusätzlich bat ich die Engel der Tiere und Felines Schutzengel um Hilfe. Ich bat Iris, sich an meinen Plätzen im Haus aufzuhalten und mich zu vertreten: auf meinem Drehstuhl im Arbeitszimmer, auf meinem Küchenstuhl, dem Stuhl am Esstisch im Wohnzimmer, auf dem Sofa sowie auf meiner Betthälfte. Einmal alles, bitte.
Was soll ich sagen: In den ersten beiden Tagen schien sie mich gar nicht zu vermissen, ab Tag drei wurde sie dann ruhiger, fraß weniger und wollte nicht mehr raus, heulte aber nicht. Nur einen traurigen Blick hatte sie und klebte wie eine Briefmarke an meinem Mann. Es lief also bedeutend besser als ein halbes Jahr zuvor. Als ich wieder nach Hause kam, war ihre Welt wieder bunt. So bunt wie das Licht von Iris.
Kurz darauf bekam meine Tochter den Migräneanfall ihres Lebens. Sie hatte sich gerade noch zu mir geschleppt, ließ sich in der Diele die Wand runterrutschen und konnte nicht mehr aufstehen. Ich drapierte Decken um sie herum und leerte regelmäßig die Spuck-Schüssel, gab Tempos und liebe Worte, doch sie konnte mit dem Spucken lange Zeit nicht aufhören und hatte alle Symptome, die ein starker Anfall so mit sich bringt. Nix ging mehr. Ich musste dringend für sie zur Apotheke.
Da bat ich Iris herbei, mich kurz zu vertreten. Inzwischen weinte meine Tochter hemmungslos vor Erschöpfung und Verzweiflung. Es löste sich etwas in ihr, auch alte angestaute Dinge, Stress und Anspannung brachen sich nun Bahn. Ich ließ sie gewähren, es war wichtig für sie, einmal alles rauszulassen. Ich war bei ihr und hörte ihr einfach zu.
Als sie sich etwas beruhigt hatte, sauste ich in die Apotheke, bevor sie schloss, und war nach wenigen Minuten wieder da. Meine Tochter begann Lichtblitze zu sehen, und allmählich stabilisierte sie sich wieder, obwohl sie noch gar kein Medikament bzw. Zäpfchen genommen hatte. Aber Iris war da. Sie hat uns an diesem Nachmittag und Abend sehr geholfen.
Irgendwann konnte ich meine Tochter nach Hause bringen, wo ihr Mann sie nun, nach der Arbeit, liebevoll versorgte. Der Bann (der Migräneattacke) war gebrochen. Jetzt ging es wieder bergauf.
Das waren gleich mehrere Beispiele, wie wir Spiritualität im Alltag einsetzen können.
Danke, Iris!
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