Freitag, 5. Mai 2023

Der leise Gruß der Buschwindröschen

EINE WAHRE GESCHICHTE (mit tiefem Sinn)

Es begann mit den Buschwindröschen. Der Waldboden unter den Laubbäumen, die erst zarte hellgrüne Blättchen tragen, sieht aus wie ein weißer Teppich, übersät mit einem Meer von Buschwindröschen. Das helle Leuchten ist weithin zu sehen. Ihre weißen Köpfchen nicken mir zu. 

Die kleinen Blüten der Anemone, flüchtig wie ein Windhauch. Sie haben mir etwas mitzuteilen, in Deinem Auftrag. Die Naturwelt und ihre Wesen wissen immer als erste bescheid. Auf der Gefühlsebene nehme ich eine tiefe Traurigkeit wahr. Ich habe verstanden. Etwas wird enden.

Verkörpern die Buschwindröschen doch das Thema Transformation. Sie stehen symbolisch für den Neubeginn. Die Natur erwacht zu neuem Leben und bringt Licht ins Dunkel. In den kleinen Anemonenblumen wohnt der Geist des magischen Windes und der Auferstehung. Die Essenz soll nach alten Mythen helfen, weit zurückliegende karmische Probleme auf der Seelenebene zu lösen. Das ist ihre Botschaft an uns.

Und so weiß ich es schon, bevor das Telefon es mir erzählt. Die kleinen Anemonen hatten mich sanft darauf vorbereitet. Du hattest durch sie gesprochen.
Bald darauf erfolgt im Altenberger Dom der Abschied im Kerzenschein. Eine Seele findet ihren Weg ins Licht. Ich sende Dir Ruhe und Frieden dazu. Alles ist vergeben. Nur Liebe bleibt ...

Hinter dem riesigen hölzernen Portal geht das Leben weiter. Die Sonne empfängt mich. Sie schmilzt langsam und allmählich meine Traurigkeit hinfort. Die Vögel singen ein unbeschwertes Lied vom Frühling dazu. Draußen grünt und blüht die Welt. Es geht weiter. Es ist immer weitergegangen. Helles, freundliches Sonnenlicht hüllt mich ein und begleitet mich durch den ganzen Tag.

Auf einer hölzernen sonnenwarmen Bank endet der Tag, ruhig und friedlich. Die Zeit der Buschwindröschen ist inzwischen vorbei. Alles Neue beginnt im Mai. Nun bist Du der Wind, leicht und unbeschwert, der in diesem Moment durch die Gräser fährt, die im Sonnenlicht des milden Abends vor meinen Augen glänzen und schillern. Ich habe den kleinen Gruß verstanden ...
Der Wind der Veränderung, er ist wieder da. Wir sind gute Bekannte.

Die Glocken läuten derweil feierlich 19 Uhr. Harmonie kehrt ein, in Geist und Seele, in beiden Welten, hier wie dort. Die Energie hat sich gewandelt. Plötzlich herrscht Frieden in mir, wie auch in der Natur. Eine neue Leichtigkeit ist zu spüren. Fühlst Du sie auch? Ich wünsche es Dir von Herzen. Nun bist du frei, frei und leicht wie der Wind. Auch dies: eine Botschaft an mich ...