Am Abend legt die Sonne einen zarten Schleier aus Wolkenfetzen an. Ein glühendes Zentrum inmitten von Sommerblau. Wir radeln an üppigen Weizenfeldern vorbei Richtung Rhein, die Augustsonne auf unseren Gesichtern. Himmel und Wasser strahlen nun in aprikosenfarbenem Licht. Das Wasser glänzt. Der Uferweg liegt schon im Grau, die grüne Böschung am Saum verschwimmt in der Dämmerung. Im Hintergrund Leverkusen - es scheint einer schwarzen Schablone gleich, die das Ende des Bilds markiert. Wo Wasser ist, ist Wind, sind Möwen. Die Dieselmotoren der Schiffe tuckern dumpf. Es geht Richtung Nordsee. Der Weg mit dem Strom ist leicht, fast mühelos. So baumeln die Beine von der Bank - die Seele baumelt himmelwärts ...
In der anderen Richtung liegt Mülheim. Die blaue Stunde taucht alles in ihr himmlisches Farbenspiel - der Himmel weit und offen. Luft. Bläue. Wenige Federwölkchen schmücken den Abendhimmel, hauchzart. Das Licht ist am Wasser stets heller, strahlender. Die 🌞 Sonne brennt. Alles erscheint im Licht. Selbst die dunkelsten Flecken strahlen nun. Sie lösen sich allmählich im Blau, werden rein gewaschen und bringen Versöhnung mit dem Rad der Zeit. Frieden. Zurück bleibt Licht, Freude, Helligkeit und Leichtigkeit! Und alles ist gut ...
Es passierte ganz von selbst - die Schatten lösten sich auf im Blau des Himmels und Vater Rheins. Das Wasser nimmt sie mit zur großen See, wo sie sich verlieren und unwichtig werden. Wunder werden im Licht gesehen ... Letztlich führen alle Wege ins Licht zurück - und in den Ozean, aus dem wir einst kamen ...
Die Erlösung ist blau ...

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