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Traumzeiten für Kinder & Erwachsene Ich wünsche Dir von Herzen eine gute Zeit, besonders jetzt!
Im Moment ist das Thema Entspannung für alle besonders wichtig und wertvoll. Damit Du auch trotz Krise und Turbulenzen entspannen kannst, schenke ich Dir nun eine Geschichte aus meinem neuesten Buch. Hier wurde die Übungsreihe der Muskelentspannung von mir integriert.
Du kannst also gleich beim Lesen entspannen und loslassen!
Lass es Dir (und deinen Lieben) gutgehen!
Osterzeit
Auf einem kleinen Erkundungsgang gehst du einen kurzen, steil ansteigenden Feldweg hinter einem der Höfe zum Waldrand hinauf. Dort gibt es einen weiteren Weg, der an der Baumgrenze entlang führt. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das unten liegende Tal, die einzeln auf den hügeligen Wiesen verteilten Höfe, und ganz weit hinten sieht man auf einem Berg schemenhaft die Umrisse der Burg Hohengeroldseck. Du setzt dich auf eine alte Holzbank. Ihr Holz ist schön warm. Die Oberfläche ist ganz rau. Sie hat schon viele Wetter erlebt. Doch nun ist Frühling, und nur das zählt. Die dunkle Jahreszeit hat ein Ende und die Natur lässt wieder ihr buntes Farbenkleid sehen. Ein steiler Hang, direkt unter deiner Bank, ist übersät mit leuchtendem Löwenzahn. Die Sonne lässt die goldgelben Köpfchen nur so strahlen. Auch die ersten Pusteblumen sind schon zu sehen. Wenn ein Windzug weht, trägt er die kleinen Samenschirmchen davon. Schwerelos fliegen sie durch die Luft, mit unbekanntem Ziel. Am Wegesrand stehen tausende glänzende Butterblümchen in kräftigem Gelb. Rote und blaue Wiesenblumen ergänzen das Bild. Direkt neben deiner Bank steht ein einzelner Apfelbaum mit rosé-weißen Blüten. Der Frühlingswind treibt die feinen weißen Blütenblättchen durch die Lüfte. Unter dem Baum hat sich bereits ein kleiner weißer Blütenteppich gebildet.
Dein Blick schweift weich und entspannt über die üppigen Wiesen und Weiden. Die Kühe stehen noch in ihren Ställen, weil die Nächte noch sehr kalt sind. Aber bald fängt auch ihre Zeit wieder an. Grüne Täler und sanft geschwungene Hügel wechseln sich in der vor dir liegenden Landschaft ab. Die Vögelchen in den Bäumen singen Frühlingslieder. Sie sind ganz aufgeregt und geschäftig. Grillen stimmen in die Melodie mit ein und die Bienen und Hummeln schwirren im Apfelbaum. Hinter dir rauschen die hohen dunkelgrünen Tannen geheimnisvoll. Die ganze Luft ist von Naturgeräuschen erfüllt. Das ist sehr entspannend.
Die Gräser wiegen sich sanft im Wind hin und her. So ruhig und friedlich ist es an kaum einem anderen Ort. In der Ferne, ganz unten im Tal, plätschert sehr leise ein Bach. Und dieses angenehme Gefühl der Ruhe und des Friedens breitet sich nun in deinem ganzen Körper aus ...
Ganz entspannt sitzt du auf der Bank, schließt deine Augen und lässt die Geräusche der Natur auf dich wirken. Mit jedem Atemzug entspannst du dich mehr und mehr und dein Atem ist ganz ruhig und gleichmäßig. Herz und Puls sind ruhig und regelmäßig und du bist ganz ruhig und entspannt. Und mit diesem angenehmen Gefühl legst du dich einmal lang auf die von der Sonne angewärmte Bank und machst deine Übungen. Lass dir zwischen jeder Übung Zeit zum Nachspüren.
Du ballst die Hände zu Fäusten und winkelst deine Arme an, - Dein Atem fließt … - und du löst wieder. - Dann ziehst du dein ganzes Gesicht zusammen – Atem fließt … - und loslassen. Genieße dein Lächeln … Nun drücke kurz deinen Hinterkopf gegen die Unterlage – spüre deinen Atem, wie er fließt … - und löse. - Du ziehst deine Schultern hoch zu den Ohren, so hoch du kannst, und führst deine Schulterblätter im Rücken zusammen – tiefer Atem … - und auflösen. - Deine Bauchübung ist als nächstes dran. Ziehe ihn ein oder drücke ihn heraus, ganz wie dir beliebt. Dein Gesäß spannst du fest an. Dein Atem fließt weiter dabei … - dann lass wieder los und genieße das angenehme Gefühl der Wärme, das sich nun in deinem ganzen Bauchraum ausbreitet. -
Zum Abschluss der Übungsreihe drücke nun beide Fersen gleichzeitig fest gegen die Unterlage und ziehe deine Zehen zum Gesicht hin. Den unteren Rücken drückst du ebenfalls fest in die Unterlage. Nimm die Spannung in deinen beiden Unterschenkeln wahr und lass deinen Atem strömen – drei tiefe Atemzüge lang – und ganz langsam lässt du wieder los. -
Wiederhole diese Übung nun. Fersen und unteren Rücken in die Unterlage drücken und die Zehen zum Gesicht hin ziehen. Atem fließt … - und wieder lösen. -
Nach einer kleinen Pause wiederholst du diese Übung ein letztes Mal, in deiner eigenen Zeit …
Dein ganzer Körper, vom Kopf bis zu den Füßen, ist nun vollkommen entspannt und gelöst. Deine Muskulatur ist ganz weich und warm und ein angenehmes Gefühl der Wärme durchströmt dich nun. Es geht dir gut und du fühlst dich wohl. Bleibe so lange in diesem angenehmen Gefühl, wie du möchtest.
Lass dir Zeit ...
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